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Logistik-Ranking 2026: Emons vor pfenning und Rudolph – diese zehn Unternehmen liegen vorn

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Emons steht an der Spitze eines aktuellen Rankings mittelständischer Speditions- und Logistikunternehmen in Deutschland. Dahinter folgen die pfenning-Gruppe und Rudolph. Die Reihenfolge ist allerdings keine Umsatzrangliste: 39 Faktoren fließen in die Bewertung ein. Der Vergleich der drei Spitzenreiter zeigt erhebliche Unterschiede bei Beschäftigtenzahl, Logistikfläche und Geschäftsmodell.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die Emons Spedition aus Köln belegt Platz eins eines Ende August veröffentlichten Rankings deutscher Speditions- und Logistikunternehmen. Auf Rang zwei folgt die pfenning-Gruppe aus Heddesheim, Platz drei geht an die Rudolph Logistik Gruppe aus Gudensberg.

Veröffentlicht wurde die Rangliste von „Markt und Mittelstand“ auf Grundlage des Scoringindex von „Die Deutsche Wirtschaft“ (DDW). Anders als bei klassischen Branchenrankings entscheidet damit nicht allein der Umsatz über die Position.

Das wird bereits beim Vergleich der beiden Erstplatzierten deutlich: Emons beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.900 Menschen. Die zweitplatzierte pfenning-Gruppe kommt auf rund 7.000 Beschäftigte sowie eine Million Quadratmeter Logistikfläche und 1.000 Lkw.

So wurde bewertet: 39 Faktoren statt nur Umsatz

Nach Angaben von DDW fließen 39 unterschiedlich gewichtete Faktoren in den Scoringindex ein. Neben klassischen Größenkennzahlen werden auch qualitative Unternehmensmerkmale berücksichtigt.

Zu den öffentlich beschriebenen Bewertungsfeldern zählen insbesondere Umsatz und Beschäftigtenzahl, wirtschaftliche Entwicklung, Marktstellung, Forschungs- und Innovationsaktivitäten, Patente, Investitionstätigkeit, Zertifizierungen sowie die Positionierung in Trend- und Wachstumsmärkten.

Das Ranking misst damit nicht, welches Unternehmen schlicht den höchsten Umsatz, die meisten Lkw oder die größte Lagerfläche hat. Ebenso wenig sollte die Rangfolge als allgemeingültiges Urteil über die „besten“ Logistikdienstleister verstanden werden.

Welche der 39 Einzelbewertungen bei Emons, pfenning oder Rudolph letztlich den Ausschlag für die jeweilige Position gegeben haben, lässt sich anhand der veröffentlichten Rangliste nicht belastbar feststellen. Aussagen wie „Emons gewinnt wegen höherer Innovationskraft“ wären deshalb nicht gedeckt.

Platz 1: Emons mit 667 Millionen Euro Umsatz

Emons ist ein 1928 gegründetes Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Die Gruppe ist in der Spedition und Logistik tätig und deckt unter anderem Straßen- und Schienenverkehre sowie Luft- und Seefracht ab.

Nach den aktuell auf der Unternehmenswebsite ausgewiesenen Kennzahlen beschäftigt Emons 3.900 Mitarbeiter an mehr als 120 Standorten weltweit. Für 2024 nennt das Unternehmen einen Jahresumsatz von 667 Millionen Euro.

Auch die operativen Kapazitäten sind beträchtlich: Emons weist 370.000 Quadratmeter Logistikfläche und 90.000 Quadratmeter Umschlagsfläche aus. Mehr als 1.000 Lkw befinden sich nach Unternehmensangaben im Festeinsatz; zusätzlich nennt Emons 310 Fahrzeuge.

Damit lässt sich der Erstplatzierte wesentlich besser mit pfenning und Rudolph vergleichen. Emons ist bei der Beschäftigtenzahl kleiner als beide Wettbewerber und verfügt über weniger ausgewiesene Logistikfläche, bringt aber ein großes internationales Speditionsnetz und erhebliche eigene Transportkapazitäten mit.

Platz 2: pfenning – 7.000 Beschäftigte, eine Million Quadratmeter Fläche

Bei klassischen Größenkennzahlen fällt die pfenning-Gruppe deutlich größer aus. Das inhabergeführte Unternehmen aus Heddesheim nennt aktuell 7.000 Beschäftigte, 110 Standorte, eine Million Quadratmeter Logistikfläche und rund 1.000 Lkw.

Das Leistungsportfolio konzentriert sich auf Warehousing, Transport und Value Added Services. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt in der Kontrakt- und Handelslogistik; bedient werden unter anderem Handel, Konsumgüter, Chemie sowie Automotive und Industrie.

Der Abstand zu Emons lässt sich deshalb nicht mit weniger Personal oder geringeren operativen Kapazitäten erklären. pfenning beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.250 Menschen mehr als der Erstplatzierte und verfügt über große eigene Lager- und Transportkapazitäten.

Platz 3: Rudolph mit 5.200 Beschäftigten und 1,85 Millionen Quadratmetern

Die Rudolph Logistik Gruppe aus Gudensberg belegt Platz drei. Das 1946 gegründete Familienunternehmen ist in den Geschäftsfeldern Automotive, Systemverkehre, Industrie und Handel tätig.

Rudolph nennt mehr als 5.200 Beschäftigte, 45 Standorte in zehn Ländern und rund 1,85 Millionen Quadratmeter Fläche. Als Umsatz weist das Unternehmen auf seiner Faktenseite 420 Millionen Euro für 2022 aus.

Zu den dort genannten Referenzkunden gehören unter anderem Audi, BMW Group, Continental, Daimler und Volkswagen. Die Kundenliste unterstreicht insbesondere das Gewicht des Automotive- und Industriegeschäfts innerhalb der Gruppe.

Ein Umsatzvergleich mit Emons wäre allerdings wenig aussagekräftig, weil die öffentlich verfügbaren Zahlen nicht aus demselben Geschäftsjahr stammen.

Die drei Spitzenreiter im Vergleich

Emons pfenning-Gruppe Rudolph Logistik Gruppe
Ranking 1 2 3
Beschäftigte 3.900 ca. 7.000 >5.200
Standorte 120+ weltweit 110 45 in 10 Ländern
Logistik-/Unternehmensfläche 370.000 m² Logistikfläche ca. 1 Mio. m² Logistikfläche ca. 1,85 Mio. m² Fläche
Transportkapazität 1.000+ Lkw im Festeinsatz; 310 Fahrzeuge ca. 1.000 Lkw
Umsatz 667 Mio. Euro (2024) 420 Mio. Euro (2022)
Schwerpunkt internationale Spedition und Logistik Kontrakt- und Handelslogistik Automotive, Industrie, Handel, Systemverkehre

Die Kennzahlen stammen aus den öffentlich zugänglichen Angaben der Unternehmen und nicht aus der DDW-Unternehmensdatenbank. Wegen unterschiedlicher Definitionen und Berichtszeiträume sind nicht sämtliche Werte unmittelbar miteinander vergleichbar.

Das sind die Top 10

Neben den drei Spitzenreitern enthält die erste Zehnergruppe mehrere Unternehmen mit deutlich unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Die veröffentlichte Reihenfolge lautet:

  1. Emons Spedition, Köln
  2. pfenning-Gruppe, Heddesheim
  3. Rudolph Logistik Gruppe, Gudensberg
  4. Noerpel, Ulm
  5. Eurogate, Bremen
  6. Mosolf, Kirchheim unter Teck
  7. Lexzau Scharbau (Leschaco), Bremen
  8. Seifert Logistics Group, Ulm
  9. Loxxess, Unterföhring
  10. A. Hartrodt, Hamburg

Schon die Zusammensetzung macht deutlich, dass hier kein homogener Teilmarkt verglichen wird. Eurogate steht vor allem für Containerterminalgeschäft, Mosolf für Fahrzeuglogistik, während andere Unternehmen stärker in Spedition, Kontrakt-, Industrie- oder Handelslogistik positioniert sind.

Auch der Viertplatzierte Noerpel zeigt, warum die Reihenfolge nicht nach Umsatz erfolgt. Das Ulmer Unternehmen nennt aktuell 3.700 Beschäftigte, 30 Standorte im DACH-Raum, 455.700 Quadratmeter Lagerfläche und 750 Millionen Euro Umsatz. Hinzu kommen nach eigenen Angaben rund 5,8 Millionen Sendungen pro Jahr.

Damit liegt der von Noerpel veröffentlichte Umsatz sogar über den 662 Millionen Euro, die Emons für 2024 ausweist – im DDW-basierten Branchenranking steht Noerpel dennoch auf Platz vier.

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