Der dänische Reeder Maersk wird nach Angaben des Wall Street Journal in den kommenden Monaten die Beschäftigung reduzieren. Derzeit ist nicht bekannt, wie hoch die Kürzungen sein werden. Westeuropäische Analysten sprechen von etwa zweihundert Personen.

Die Kürzungen sollen mitunter die Belegschaft des Firmensitzes in Kopenhagen, aber auch in der Niederlassung in Hamburg betreffen. All dies geschieht zu der Zeit, in der der globale Reeder beabsichtigt, seine Aktivitäten um zusätzliche Logistikdienstleistungen zu erweitern, insbesondere in den Bereichen Landtransport, Lagerung und Zoll. Soren Skou, CEO von Maersk, sprach kürzlich über Pläne, im nächsten Jahr Hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung von Inland-Logistikdienstleistungen zu investieren.

Der Grund für die Kürzungen ist die Notwendigkeit, die Gesamtkosten des Unternehmens zu senken, die unter anderem damit zusammenhängen mit steigenden Kraftstoffpreisen. Analysten verknüpfen dies mit den Bestimmungen des Internationalen Übereinkommens zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (IMO 2020), das am 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Es verpflichtet Reeder von Seeschiffen, Schiffskraftstoffe mit einem begrenzten Schwefelgehalt zu verwenden (Reduzierung des derzeitigen Gehalts von 3,5% auf maximal 0,5%). Ziel der Umsetzung von IMO 2020 ist es, die durch Schwefelemissionen verursachte Luftverschmutzung um rund 70 Prozent zu reduzieren. auf globaler Ebene bis 2025.

Sauberere Kraftstoffe können für Maersk und andere Seeschifffahrtsunternehmen eine durchschnittliche Erhöhung der Kraftstoffkosten um bis zu 25 Prozent bedeuten.

Foto: Pixabay/WikimediaImages

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