Der Enilive Truck Point liegt in St. Marienkirchen bei Schärding (Andiesen 15), unweit der Anschlussstelle Schärding–Suben und damit nur wenige Minuten von der Grenze nach Deutschland entfernt.
Für Verkehre zwischen Deutschland und Österreich ist der Standort ein naheliegender Stopp – ebenso für Relationen in Richtung Linz und Wien sowie weiter nach Ungarn und in andere Zielregionen in Mittel- und Osteuropa.
Das sollten Fahrer wissen
- Adresse: Andiesen 15, 4774 St. Marienkirchen bei Schärding, Österreich
- Anbindung: A8 Innkreis Autobahn, nahe Ausfahrt Schärding–Suben
- Kapazität: 74 Stellplätze für Lkw
- Sicherheitsniveau: EU-Zertifizierung Gold
- Buchung: über TRAVIS Road Services sowie das System Bosch Secure Truck Parking
- Für Kühltransporte: Stromanschlüsse vorhanden
- Ausstattung für Fahrer: Duschen, Toiletten, Waschmaschine, Trockner, Aufenthaltsbereich, WLAN, Shop und warme Speisen
Stellplätze können vorab reserviert werden. Sofern Kapazitäten verfügbar sind, ist die Einfahrt auch ohne Buchung möglich.
Diese Parktarife wurden veröffentlicht:
| Parkdauer | Gebühr |
|---|---|
| Bis zu 2 Stunden | 6 Euro |
| Bis zu 12 Stunden | 19 Euro |
| Bis zu 24 Stunden | 29 Euro |
| Bis zu 48 Stunden | 49 Euro |
| Von Freitag, 18.00 Uhr, bis Montag, 10.00 Uhr | 69 Euro |
| Stromanschluss für Kühlauflieger | 3 Euro pro Stunde |
Im Parkentgelt enthalten ist außerdem ein Gutschein für Speisen und Getränke im Wert von 6 Euro, einlösbar im Enilive-Shop beziehungsweise im Café auf dem Gelände.
Duschen, Wäsche waschen, Pause machen
Der Standort ist auf die Pausenbedürfnisse von Berufskraftfahrern ausgerichtet: Separate Sanitärbereiche mit Toiletten und Duschen gehören ebenso dazu wie Waschmaschine und Trockner.
Für Ruhezeiten stehen ein Ruheraum und kostenloses WLAN zur Verfügung. Getränke, Snacks und Reisebedarf sind rund um die Uhr erhältlich; warme Mahlzeiten bietet die Tankstelle.
Kühlauflieger können während längerer Standzeiten über Stromanschlüsse versorgt werden – so muss das Dieselaggregat des Kühlaufliegers nicht laufen.
Der Parkplatz befindet sich direkt neben einer Enilive-Tankstelle.
Was bedeutet das EU-Niveau „Gold“?
Die Anlage ist nach dem europäischen Standard Safe and Secure Truck Parking Areas (SSTPA) mit „Gold“ eingestuft. Das steht für ein hohes Niveau an baulicher und organisatorischer Sicherheit.
Konkret setzt der Standort auf kontrollierte Ein- und Ausfahrt, Videoüberwachung, Beleuchtung, Umzäunung sowie ein Zutrittskontrollsystem. Beim Einfahren werden Kennzeichen automatisch geprüft; auf das Gelände gelangen nur freigegebene Fahrzeuge. Zudem sind Fußwege und Fahrbewegungen voneinander getrennt.
Im EU-System gibt es vier Stufen: Bronze, Silber, Gold und Platin. „Gold“ steht für einen hohen Standard, „Platin“ ist die höchste Kategorie.
Neben Sicherheitskriterien sind auch Mindestleistungen für Fahrer vorgesehen – darunter jederzeit verfügbare Toiletten und Duschen, Warmwasser, tägliche Reinigung, die Möglichkeit zum Kauf von Essen und Getränken, kostenloser Internetzugang, Stromanschlüsse sowie gut sichtbare Notfallinformationen.
Strategischer Punkt auf einer wichtigen Transitachse
Der Truck Park liegt am österreichischen Abschnitt der A8 zwischen Wels und Suben an der deutschen Grenze. Die Strecke gilt als zentrale Verbindung zwischen Süd- und Ostdeutschland und Zielen wie Österreich, Ungarn, der Slowakei, Rumänien und dem Balkan.
Der Standort ist auch vor dem Hintergrund relevant, dass auf vielen europäischen Korridoren weiterhin gesicherte und reservierbare Lkw-Parkplätze fehlen. Für Fahrer bedeutet das in der Praxis häufig überfüllte Rastanlagen oder Parkmöglichkeiten mit geringerer Absicherung.
Eröffnet wurde die Anlage am 3. August 2026. Laut Betreiber ist es der erste Lkw-Parkplatz in Österreich, der im europäischen SSTPA-System die Gold-Zertifizierung erreicht.
Weitere gesicherte Standorte in Planung
Der Standort in Oberösterreich ist das erste fertiggestellte Projekt im Rahmen des Enilive-Programms STEP Areas.
Mit Unterstützung der Connecting Europe Facility sollen insgesamt fünf Truck Parks in Österreich, Deutschland und Italien modernisiert werden. Ziel sind mehr als 250 gesicherte Stellplätze entlang wichtiger europäischer Transportkorridore.
Geplant ist, dass drei Standorte in Deutschland, einer in Österreich und einer in Italien das Sicherheitsniveau „Gold“ erhalten.
Für Speditionen und Frachtführer ist die Reservierbarkeit ein Vorteil: Ruhezeiten lassen sich besser planen, und das Risiko sinkt, dass Fahrer bei ausgeschöpfter Lenkzeit noch einen Stellplatz suchen müssen.
Gerade bei wertvoller oder diebstahlgefährdeter Ladung kann ein kontrollierter, zertifizierter Truck Park zudem helfen, gegenüber Auftraggebern oder Versicherern nachzuweisen, dass angemessene Sicherheitsmaßnahmen eingehalten wurden.









