Saubere Fahrzeuge sollen in Österreich künftig weniger Maut zahlen. Eine vom Umwelt- und Verkehrsministerium eingebrachte Änderung des Mautgesetzes wurde vom Ministerrat bereits verabschiedet.

Die österreichische Regierung will  Mauttarife für emissionsfreie LKW auf Autobahnen und Schnellstraßen signifikant senken. Eine vom Umwelt- und Verkehrsministerium eingebrachte Änderung des Mautgesetzes wurde vom Ministerrat bereits verabschiedet.

Gemäß der  Novelle dürfte der Tarif für saubere Fahrzeuge bis zu 75 Prozent unter dem höchsten Tarif für Fahrzeuge mit Euro-Emissionsklassen liegen. Damit würden LKW mit Elektro- oder reinen Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb ein Viertel der bisherigen Mautkosten zahlen.

Die neuen Maßnahmen sollen die Zahl der emissionsfreien LKW in Österreich erhöhen.

Lediglich 0,04 Prozent LKW fahren in Europa emissionsfrei

Laut einem Bericht des europäischen Branchenverbands ACEA  sind zurzeit sind derzeit 6,2 Millionen mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im Straßenverkehr in Europa unterwegs. Davon haben 98 Prozent einen klassischen Dieselmotor, lediglich 0,04 Prozent sind emissionsfreie LKW. Damit die CO2-Grenzwerte der EU bis 2030 erreicht werden können, müssten bis zum Jahr 2030 rund 200.000 emissionsfreie LKW in Europa unterwegs sein. Das heißt, dass die Zahl der emissionsfreien LKW bis dahin hundertfach steigen müsste.

Foto: Wikimedia

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