Haben Sie News? Erzählen Sie uns davon!

„Die Deutsche Bahn hat eingesehen, dass zum Fahrplanwechsel vieles schief gelaufen ist. Das neue Sorgenkind, die ICE-Strecke Berlin – München, steht im Blickpunkt. Dort läuft es besser, aber noch nicht perfekt“, schreibt die Frankfurter Neue Presse. Das Unternehmen entschuldigt sich ausdrücklich bei allen Kunden für die letzten Probleme.

Seit Inbetriebnahme der neuen Strecke am 10. Dezember kommt es täglich zu Problemen. Kritiker werfen dem Staatsunternehmen vor, nicht genügend Züge vorrätig zu halten und die Mitarbeiter nicht gut genug geschult zu haben. Zudem fragen sich viele, warum trotz der mehr als 100 Testfahrten, die vor Inbetriebnahme der neuen Strecke durchgeführt worden sind, noch immer so viele Schwierigkeiten auftauchen, so Der Tagesspiegel.

Es geht nicht um ein Serienproblem

Die Verkehrslage hat sich in den letzten Tagen kontinuierlich stabilisiert, nachdem witterungsbedingte und technische Störungen zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen geführt hatten, informiert DB. Es handelt sich um kein Serienproblem, sondern um mehrere Einzelprobleme mit dem Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System). Die Bahn geht davon aus, dass sich die Situation bis zum Ende der Woche weiter stabilisiert.

„Wir hatten nach dem Fahrplanwechsel aufgrund des massiven Wintereinbruchs große Probleme. Auch auf der Strecke Berlin–München konnten wir ohne Frage keine zufriedenstellende Qualität bieten und das trotz jahrelanger intensiver Vorbereitung und hunderter Testfahrten mit Lokführern. Gemeinsam mit Alstom arbeiten wir mit Hochdruck an der Fehleranalyse und -beseitigung, so dass sich der Betrieb mittlerweile wieder stabilisiert. Wir kämpfen jeden Tag um jeden einzelnen Zug. Ich möchte mich bei allen betroffenen Fahrgästen entschuldigen. Bei Verspätungen von mehr als einer Stunde gehen wir weit über die gesetzliche Verpflichtung hinaus und werden bis Jahresende den vollen Ticketpreis erstatten“, sagte Birgit Bohle, Vorsitzende des Vorstands DB Fernverkehr.

Sollte es auf der Strecke Berlin–München zu Verspätungen von mehr als einer Stunde kommen, hat die DB bis Ende des Jahres eine spezielle Kulanzregelung eingerichtet: In diesen Fällen erhalten betroffene Kunden den kompletten Ticketpreis erstattet und zusätzlich einen Reisegutschein in Höhe von 50 Euro. Kunden mit Erstattungsansprüchen können sich hierzu unter der kostenfreien Rufnummer 08000 60 70 60 beim Kundendialog der Deutschen Bahn melden oder eine E-Mail an kundendialog-nbs@dbdialog.de senden.

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil