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Saudi-Arabien setzt auf 3.500 Lkw, um Hormus zu umgehen

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Nach Störungen in der Straße von Hormus weicht der saudi-arabische, staatlich kontrollierte Bergbaukonzern Ma’aden auf den Landweg aus: Um Düngemittel zu Häfen am Roten Meer zu bringen, läuft inzwischen eine Notfall-Logistik mit rund 3.500 Lkw. Das berichtet das Wall Street Journal.

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Üblicherweise verschifft Ma’aden seine Mineralprodukte über Golfhäfen und die Passage durch die Straße von Hormus. Der Konflikt mit Iran zwingt jedoch viele Exporteure in der Region, Alternativen zu organisieren, so die Zeitung.

Ma’aden-Chef Bob Wilt erklärte dem Wall Street Journal, wie schnell die Flotte hochgefahren wurde: von 600 Lkw auf 1.600, dann 2.000 – und inzwischen auf rund 3.500. Die Fahrzeuge seien überwiegend im Dauerbetrieb unterwegs, jeweils mit zwei Fahrern.Den neuen Korridor stellte Ma’aden innerhalb von zwei Wochen auf die Beine. Dafür wurden Führungskräfte in Häfen am Roten Meer entsandt und Bahn- sowie Lkw-Dienstleister eingebunden. Ziel ist es, den Exportstau bis Ende Mai abzubauen.

Günstig ist die Lösung nicht: Viele Lkw fahren laut Wilt vom Hafen ohne Ladung zurück. Die zusätzlichen Transportkosten würden jedoch durch gestiegene Rohstoffpreise aufgefangen. Entlang der Strecke hat Ma’aden zudem vorgefertigte Lager aufgebaut und Technik angepasst, um Schwefelsäure – ein wichtiger Einsatzstoff für die Phosphatproduktion – in Edelstahl-Tanklastzügen transportieren zu können.

Rotes Meer: Aus der Notlösung könnte ein fester Korridor werden

Der Trend betrifft nicht nur Ma’aden. Laut Wall Street Journal werden in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman verstärkt Häfen, Bahnverbindungen und Straßen als Ausweichkorridore genutzt, um die Abhängigkeit von Hormus zu verringern.

Phosphatladungen, die vom Rotmeerhafen Yanbu verschifft wurden, sind laut dem Schiffstracking-Anbieter Kpler bereits in Dschibuti, Thailand und Argentinien angekommen. Sollte sich die Route über das Rote Meer dauerhaft etablieren, könnte das auch die Exportlogistik für Düngemittel aus der Golfregion verändern – mit mehr Druck auf Inlandstransporte und die Kapazitäten der Häfen.

Wilt deutete an, dass Ma’aden diese Option auch über die aktuelle Ausnahmesituation hinaus offenhalten will.

„Wir haben gezeigt, was wir können. Jetzt sollten wir das verstetigen und jederzeit eine Route zum Roten Meer verfügbar haben“, sagte er dem Wall Street Journal.

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