Dänemark und Norwegen verlängern ihre Grenzkontrollen jeweils um mehrere Monate. Als Begründung nennen beide Länder anhaltende Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit und die innere Ordnung. Grundlage ist der Schengener Grenzkodex, der die Wiedereinführung von Kontrollen als letztes Mittel in Ausnahmesituationen erlaubt – zeitlich befristet und verhältnismäßig.
Norwegen hat die vorübergehenden Grenzkontrollen bis 11. November 2026 verlängert.
Aus der an die Europäische Kommission übermittelten Mitteilung geht hervor, dass die Entscheidung unter anderem mit einer fortbestehenden Bedrohung für den Energiesektor sowie dem Risiko von Sabotageakten begründet wird – etwa durch staatliche Akteure. Zudem wird auf mögliche Angriffe auf logistische und zivile Infrastruktur hingewiesen, insbesondere auf Häfen mit Fährverbindungen innerhalb des Schengen-Raums.
Dänemark wird die Kontrollen ebenfalls über den 12. Mai hinaus fortsetzen, sie bleiben jedoch bis 11. Juli 2026 in Kraft.
Zur Begründung verwies Dänemark auf anhaltende Risiken für die öffentliche Ordnung und die innere Sicherheit, die mit möglicher Sabotage und hybriden Bedrohungen zusammenhängen. Die Kontrollen betreffen die Land- und Seegrenzen zu Deutschland.
Auch Polen verlängert Kontrollen
Ein ähnlicher Schritt wurde kürzlich auch von Polen unternommen. Dort gelten vorübergehende Grenzkontrollen vom 5. April bis zum 1. Oktober 2026.
Begründet wird dies mit anhaltendem Migrationsdruck an den Grenzen zu Litauen und Deutschland, der laut Behörden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt.
Die fortgesetzten Maßnahmen zeigen, dass temporäre Grenzkontrollen im Schengen-Raum zunehmend zum Regelfall werden. Für den grenzüberschreitenden Güterverkehr bedeutet dies zusätzliche Unsicherheiten und potenzielle Belastungen für Lieferketten.








