Noch im Februar und März war der Schienenwarenverkehr mit China rückläufig, doch jetzt boomt das Geschäft wieder. Im April registrierte der Duisburger Hafen eine Rekordzahl an Zügen.

Die Lockerungen der Wirtschaft in China spiegeln sich auch im Schienenwarenverkehr zwischen Duisburg und den chinesischen Destinationen wider. Im April hat der Duisburger Hafen einen Rekordanstieg auf 50 Züge pro Woche verzeichnet. Zum Vergleich: Normalerweise sind 35-40 Züge pro Woche Standard.

Laut dem duisport-Vorsitzenden Erich Staake haben wir es momentan mit pandemiebedingten Nachholeffekten zu tun.

 Die pandemiebedingten Nachholeffekte im China-Geschäft spüren wir deutlich. Gleichzeitig haben wir aber weiter intensiv an unserem Netzwerk gearbeitet und im April unsere Zug-Angebote um weitere chinesische Destinationen erweitert. Unsere strategischen Kooperationen mit allen relevanten Logistik-Hubs in China machen die Schienenverkehre für unsere Kunden noch attraktiver. Duisburg ist schon heute der bevorzugte Zielpunkt für den chinesischen Güterverkehr auf der Schiene in Europa. Als leistungsfähiger Logistik-Hub haben wir außerdem den Marktvorteil des raschen Weitertransports, auch in die Seehäfen an den europäischen Küsten. Gerade jetzt in der Krisenzeit zeigt sich der Schienenverkehr als wichtige Alternative zur Seefracht, so Staake.

Schutzausrüstung aus China über Kaliningrad in Rostock eingetroffen

Am Montag sind in Rostock zehn Container Schutzausrüstung aus China eingetroffen.Die Ladung wurde über die Neue Seidenstraße per Güterzug nach Kaliningrad und anschließend per Schiff nach Rostock transportiert. Die komplette Lieferzeit betrug 12 Tage.Ein Teil der Schutzmasken soll weiter nach Verona in Italien fahren.

Dies ist insofern interessant,dass die Route nicht wie üblich über Polen und den Trockenhafen in Malaszewicze, bekannt als Nadelöhr der Seidenstraße, verläuft, sondern als intermodaler Transport über eine alternative Route geht.  Die Verbindung wird von DB Schenker und DB Cargo realisiert und soll einmal die Woche bedient werden.

Foto: Pixabay.com/olleaugust

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