Als Antwort auf eine Studie, der zufolge in Schleswig-Holstein  im Jahr 2035 bis zu 300.000 Fachkräfte fehlen könnten, hat das Land beschlossen das 2012 gestartete Förderprogramm FI_SH zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen fortzusetzen. Ziel ist die Initiierung eines neuen Projektes, das die individuelle Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen in der Logistikbranche fördert.

Das Projekt wurde Ende September von Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs, dem Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Jürgen Hoffmeister, der DRK-Vorstandssprecherin Anette Langner und dem Vorstandsmitglied des Unternehmensverbandes Logistik, Bernd Moser, in Kiel gelauncht. Für die Realisierung der Maßnahmen übergab Rohlfs an den Leiter des “Mobilen Integrationsteams”  vom Deutschen Roten Kreuz Kiel, Björn Prühs Fördergelder in Höhe von über 878.000 Euro.

 

Das Projekt steht allen schleswig-holsteinischen Logistik-Unternehmen offen, die sich für die Ausbildung von Flüchtlingen engagieren und ihrem Fachkräftemangel entgegenwirken wollen. Mitarbeiter vermitteln die am Projekt teilnehmenden Flüchtlinge an Betriebe und unterstützen sie im weiteren Ausbildungsverlauf, heißt es auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft,Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus.

Der erste Ausbildungsplatz im Rahmen des Förderprogramms wurde bereits vergeben. Bekommen hat ihn ein 25-Jähriger Flüchtling aus Afghanistan, der bei der Hauptgenossenschaft Nord eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer macht.

Foto: iStock

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