Zum Ende des Jahres soll der Ceneri-Basistunnel in Betrieb gehen, damit wird das Jahrhundertprojekt Neue Eisenbahn-Alpentransversale vollendet. Für den Güterverkehr bedeutet dies kürzere Transportzeiten und geringere Kosten.

Der Ceneri-Basistunnel hat eine Länge von 15,4 km und führt von Camorino bei Bellinzona nach Vezia bei Lugano. Am 4. September ist es soweit: Der Tunnel geht von der Erstellerin AlpTransit Gotthard AG (ATG) an die Betreiberin SBB über und der Probebetrieb mit kommerziellen Güter- und Personenzügen wird starten. Dieser wird bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 dauern, denn ab dem Zeitpunkt wird der fahrplanmässige kommerzielle Betrieb beginnen.

Der Ceneri-Basistunnel ist das letzte Element der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Mit drei neuen Basistunnels durch die Alpen und dem Ausbau der Zufahrtsstrecken werden der Norden und Süden der Schweiz und Europas verbunden.  Der Lötschberg-Basistunnel ist seit 2007 in Betrieb. Der Gotthard-Basistunnel wurde 2016 in Betrieb genommen. Er ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Im Dezember wird die NEAT mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels endlich vollendet werden.

Die neuen Verbindungen sind nicht nur für den Personenverkehr von großer Relevanz, aber auch für den Güterverkehr. Der Ceneri-Basistunnel schafft zusätzliche Kapazität für mehr als 3000 Sattelauflieger pro Tag und treibt damit die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene voran. Darüber hinaus kann die Transportzeit auf dem Rhein-Alpen Korridor zwischen Genua und Rotterdam um bis zu zwei Stunden reduziert werden, was zu Kosteneinsparungen führt.

Foto: Alptransit

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