Einem Spediteur aus Calw wurden 39 Fälle von Sozialversicherungsbetrug nachgewiesen. Der Unternehmer war dem Gericht wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt bereits früher bekannt.

Dem Bericht des Hauptzollamtes Karlsruhe zufolge arbeiteten die von dem Mann beschäftigten Mitarbeiter über einen Zeitraum von zwei Jahren ohne ordnungsgemäße Anmeldung bei den zuständigen Sozialkassen.

Er führte an die Einzugsstellen zu geringe Sozialversicherungsbeiträge ab, da in den Lohnabrechnungen nur ein Teil der Löhne ausgewiesen wurde, heißt es in der Mitteilung weiter. Einigen Arbeitnehmern wurde die Vergütung teilweise schwarz ausgezahlt. Ein Beschäftigter erhielt sogar den kompletten Lohn unter der Hand. Dadurch sparte sich der Transportunternehmer Sozialabgaben in Höhe von über 64.000 Euro.

Nachdem es sich ergeben hatte, dass einer der Mitarbeiter des Unternehmens in ein Verkehrsdelikt involviert war, wurden die Ermittlungen der Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Auftrag der Staatsanwaltschaft Tübingen gegen den Spediteur eingeleitet.

Das Amtsgericht Calw verurteilte den 32- Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren ausgesetzt auf vier Jahre Bewährung. Wie das Hauptzollamt Karlsruhe informiert, muss der Beschuldigte neben dem entstandenen Schaden auch für die Verfahrenskosten aufkommen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Foto: Hauptzollamt Karlsruhe

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil