Für den Zeitraum 12. bis 14. Juni erwartet der Club längere Fahrzeiten auf den wichtigsten Strecken in Deutschland sowie auf zentralen Transitachsen in den Nachbarländern.
Freitag wird voraussichtlich zum Nadelöhr
Am kritischsten dürfte es nach ADAC-Einschätzung am Freitagnachmittag werden. Einen weiteren Höhepunkt sieht der ADAC am Sonntag, wenn viele Wochenendreisende zurückfahren.
Auch am Samstag sowie am Sonntagvormittag ist auf den Zufahrten zu Ausflugs- und Urlaubszielen mit deutlich höherem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Die längsten Staus werden laut ADAC für Sonntagnachmittag bis in die Abendstunden erwartet.
Diese Autobahnen gelten als besonders stauanfällig
Der ADAC nennt unter anderem folgende Strecken, auf denen es besonders häufig zu Stau und stockendem Verkehr kommen kann:
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Arnhem – Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Linz – Passau
- A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A5 Karlsruhe – Basel sowie Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Plzeň
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig
- A10 Berliner Ring
- A99 Münchner Ring
Hinzu kommen laut ADAC rund 1.000 Autobahnbaustellen. In vielen Abschnitten stehen weniger Fahrstreifen zur Verfügung, wodurch die Kapazität sinkt.
Teilweise bleiben Abfahrten gesperrt – zum Schutz der Orte
Auf einigen stark belasteten Strecken bleiben einzelne Anschlussstellen geschlossen. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrende bei Stau von der Autobahn abfahren und durch Ortschaften ausweichen.
In Deutschland betrifft das laut ADAC vor allem:
- die A7 im Landkreis Ostallgäu
- die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach und Berchtesgadener Land
- die A93 (Inntalautobahn)
- die Bundesstraßen B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Ähnliche Regelungen gelten demnach auch in Österreich. Dort gibt es Beschränkungen auf Bundes- und Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte. Fahrverbote greifen an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen jeweils zwischen 7.00 und 19.00 Uhr.
Auch auf Transitstrecken in Österreich, der Schweiz und Italien ist mit Verzögerungen zu rechnen
Nicht nur in Deutschland erwartet der ADAC längere Reisezeiten. Auch auf wichtigen Durchgangsrouten im Ausland kann es deutlich langsamer vorangehen.
In Österreich gelten insbesondere diese Autobahnen als stauanfällig:
- A1 (Westautobahn)
- A9 (Pyhrnautobahn)
- A10 (Tauernautobahn)
- A12 (Inntalautobahn)
- A13 (Brennerautobahn)
Auf der Brennerroute kommt als zusätzlicher Faktor die Baustelle an der Luegbrücke hinzu.
In der Schweiz erwartet der ADAC das größte Verkehrsaufkommen vor allem auf:
- der A1 zwischen Bern und St. Margrethen
- der A2 Basel – Chiasso (Gotthard-Achse)
- der A3 von Basel über Zürich nach Chur
- der A13 auf der San-Bernardino-Route
G7-Gipfel: mehr Kontrollen an den Grenzen möglich
Im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel in Évian-les-Bains will die Schweiz vom 10. bis 19. Juni die Kontrollen an der Grenze zu Frankreich ausweiten. Das kann Einreise und Transit verlängern.
Wer nach Deutschland einreist, sollte ebenfalls mit intensiveren Kontrollen und zusätzlichen Wartezeiten an den Grenzen rechnen.
In Italien sieht der ADAC die höchsten Verkehrsmengen auf der A22 (Brenner-Korridor) sowie auf Verbindungen von der Schweizer Grenze Richtung Mailand und Genua. Dort sind dichter Verkehr und zeitweise Staus wahrscheinlich.
Gleichzeitig stehen temporäre Grenzmaßnahmen im Schengen-Raum immer wieder in der Kritik, weil sie den Transit spürbar ausbremsen können.








