Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind zuletzt leicht gesunken. Nach Angaben des ADAC kostet ein Liter Diesel derzeit im bundesweiten Durchschnitt 1,952 Euro und damit 4,5 Cent weniger als vor einer Woche.
Super E10 verbilligte sich im gleichen Zeitraum um 2,7 Cent auf durchschnittlich 1,981 Euro je Liter.
Aus Sicht des ADAC fällt der Preisrückgang an den Tankstellen allerdings deutlich zu gering aus. Hintergrund ist der zuletzt stark gesunkene Rohölpreis.
Nach Angaben des Automobilclubs lag der Preis für ein Barrel Brent-Öl vor einer Woche noch bei über 111 US-Dollar. Inzwischen notiere Rohöl wieder deutlich unterhalb der Marke von 100 US-Dollar.
Der ADAC kritisiert deshalb erneut das Preisverhalten der Mineralölkonzerne. In einer Mitteilung heißt es:
„Ein weiteres Mal bestätigt sich damit, dass günstigere Einkaufsbedingungen von den Mineralölkonzernen nur verlangsamt an die Kunden weitergegeben werden, während ein höherer Ölpreis meist unverzüglich auch an den Zapfsäulen ankommt.“
Für die Transport- und Logistikbranche bleiben die Entwicklungen besonders relevant. Diesel zählt weiterhin zu den größten Kostenfaktoren im Straßengüterverkehr. Bereits kleinere Preisbewegungen wirken sich bei größeren Flotten unmittelbar auf Transportkosten und Margen aus.
Ölpreise steigen wegen Nahost-Spannungen wieder an
Allerdings könnte die jüngste Entspannung bei den Kraftstoffpreisen nur vorübergehend sein. Am Donnerstag zogen die Ölpreise bereits wieder an.
Wie Reuters berichtet, reagierten die Märkte auf neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Brent-Öl näherte sich erneut der Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
An den Märkten wächst damit wieder die Sorge vor möglichen Störungen wichtiger Rohöltransporte über die Straße von Hormus.
Für viele Transportunternehmen bleibt die Lage damit schwierig. Schwankende Energiepreise erschweren weiterhin die Kalkulation im Güterverkehr – insbesondere im internationalen Straßentransport.









