Vom 4. bis 7. Juni 2019 fand in München die größte Logistikmesse der Welt mit neuen Rekordwerten statt. Die Top-Themen waren der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie der Fahrermangel, zugleich machte sich die Neue Seidenstraße deutlich bemerkbar – und Künstliche Intelligenz war in vielen Bereichen der große Hoffnungsträger.

Auf der transport logistic 2019 präsentierten sich 2.374 Aussteller aus 63 Ländern, ein Plus von 10 Prozent (2017: 2.162). Es reisten rund 64.000 Besucher aus 125 Ländern an, ein Plus von 5 Prozent (2017: 60.726). Aus dem Ausland kamen damit etwa 30.000 Besucher. Die Messe erstreckte sich auf zehn Hallen und ein Freigelände, insgesamt 125.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Die Top-Ten-Ausstellerländer nach Deutschland waren: Niederlande, Italien, Belgien, Frankreich, Polen, China, Österreich, Spanien, Großbritannien, Tschechische Republik. Zu den Neuausstellern zählten Fercam, Neutral Air Cargo, Hong Kong COSCO Shipping Lines, China Asia Shipping und Yuxinou Logistics. DHL ist als Aussteller zurückgekehrt. 25 internationale Gemeinschaftsstände waren vor Ort, neu dabei Sri Lanka, Rumänien, Litauen, Polen und die Türkei.

Die transport logistic hat ihre Rolle als weltweit größter, intermodaler Logistik-Hub bestätigt: Mit 2.374 Aussteller haben wir ein Plus von 10 Prozent erzielt, bei den Besuchern mit rund 64.000 ein Plus von 5 Prozent, berichtet Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Die Messe ist um eine auf zehn Hallen gewachsen und sie ist noch einmal deutlich internationaler geworden, bei den Austellern um 3 Prozentpunkte auf 56 Prozent, bei den Besuchern ebenfalls um 3 Prozentpunkte auf 47 Prozent.

Fahrermangel war wieder zentrales Thema

Während der Podiumsdiskussion „LKW-Fahrer 4.0 – Quo Vadis Berufskraftfahrer?“ sprach der Geschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) Prof. Dirk Engelhardt mit der stellvertrenden Vorsitzenden von Verdi Andrea Kocsis, Gerald Hensel, dem Vorsitzenden des BGL-Ausschusses für Berufsbildung, dem  Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, Krone Nutzfahrzeug Gruppe Dr. Frank Albers sowie der Truckerin Christina Scheib wie man das Image der Branche verbessern und den Kraftfahrerberuf wieder attraktiver machen könnte. Unterm Strich waren sich alle Teilnehmer einig, dass sogar das automatisierte und autonome Fahren LKW- Fahrer nicht überflüssig machen wird.  Einen interessanten Lösungsansatz präsentierte Engelhardt, der für ein flexiberes Arbeitszeitmodell plädierte: Kraftfahrer sollten die Möglichkeit haben die Lenkzeiten um die im Stau vergeudete Zeit verlängern zu können, sollten sie dadurch am selben Tag ihren Heimatort erreichen. Die Mehrstunden würden dann in der Folgewoche ausgeglichen.

Foto: transport logistic

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