Die Mautpflicht gilt ab dem 1. Juli 2018 für Kraftfahrzeuge auf Autobahnen und knapp 40.000 Kilometer Bundesstraßen. Die Gebühr setzt das Verkehrsgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern in Zeiten knapper Margen unter Druck, schreibt die Schweriner Volkszeitung.

Die Maut auf allen Bundesstraßen belastet zusätzlich vor allem den Verteilerverkehr, erklärte Norbert Voigt, Chef des Landesverbandes des Verkehrsgewerbes.

Die Verbraucher werden den Kostendruck zu spüren bekommen, denn auf sie kommen höhere Preise zu. Die Transportunternehmen seien gezwungen, die Mautkosten an ihre Kunden weiterzureichen.

Die Maut wird alle treffen. Einer muss die Zeche zahlen. Wer die höheren Kosten nicht weiterreichen kann, wird sich verabschieden müssen“, sagte Voigt.

Die Branche gehe davon aus, dass im kommenden Jahr die Mautsätze noch einmal erhöht werden, fürchtet Voigt.

Neue Kontrollsäulen

Das Unternehmen Toll Collect bereitet das Lkw-Mautsystem technisch auf die neuen Herausforderungen vor. Bis Mitte 2018 sollen unter anderem rund 600 Kontrollsäulen die mobilen Kontrollen des Bundesamtes für Güterverkehr unterstützen.Beim Vorbeifahren eines Fahrzeuges kontrollieren die Säulen, ob dieses mautpflichtig ist. Technisch sind sie mit ähnlichen Funktionen ausgestattet wie die auf den Autobahnen installierten Kontrollbrücken.

Verkehrsteilnehmer können die Kontrollsäulen von „Blitzersäulen“ für die Geschwindigkeitsüberwachung dadurch unterscheiden, dass sie nicht nur blau und grün lackiert, sondern auch vier Meter hoch sind.

Ab dem 1. Juli 2018 sollen alle rund 40.000 km Bundesstraßen mautpflichtig für Lkw werden. Heute sind insgesamt 15.000 Kilometer auf Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen gebührenpflichtig.

Quelle:svz.de

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