VDA gründet gemeinsam mit Herstellern und Zulieferern den Verein Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.

Für verantwortungsvollere Lieferketten – Mehr Nachhaltigkeit, mehr Umwelt- und Arbeitsschutz – 15 Gründungsmitglieder.

VDA gründet gemeinsam mit Herstellern und Zulieferern den Verein Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.
MAN Truck and Bus

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat gemeinsam mit 14 weiteren Gründungsmitgliedern den Verein „Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.“ gegründet. Ziel ist es, alle Akteure im Automobilsektor dabei zu unterstützen, ein hohes Niveau von Nachhaltigkeit in den Lieferketten zu etablieren. Dafür wird der RSCI geeignete Instrumente bereitstellen und konkrete Unterstützung anbieten.

Gemeinsam mit Herstellern, Zulieferern und anderen Verbänden entwickelt der VDA einen standardisierten Prüfmechanismus zur Evaluierung der Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen in automobilen Lieferketten. Die Ergebnisse können mit relevanten Unternehmen, unter Beachtung kartellrechtlicher Regeln, geteilt werden. Diese Praxis der gegenseitigen Anerkennung vermeidet somit auch Mehrfach-Auditierungen.

Unternehmen haben eine Verantwortung gegenüber Umwelt und Menschen – überall auf der Welt. Um mehr Umwelt- sowie Arbeitsschutz zu gewährleisten und Nachhaltigkeit zu fördern, ist der RSCI e.V. von zentraler Bedeutung. Wir sind uns sicher, dass der Verein sich schon bald über viele weitere Mitglieder freuen kann“, erklärt Dr. Kurt-Christian Scheel, Geschäftsführer des VDA.

Im Fokus der Vereinsarbeit steht die Überprüfung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit von Unternehmen in ihren Lieferketten mittels Vor-Ort-Assessments und entsprechender Nachverfolgung. Mit dem eigens dafür entwickelten Programm können Aufwand, Kosten und schließlich auch die Ergebnisse geteilt werden. Es bietet somit einen Mehrwert für den Auftraggeber und das geprüfte Unternehmen. Ziel ist es, grundlegende Transparenz über Arbeitsbedingungen herzustellen; deswegen finden auch entsprechende Prüfungen direkt am Produktionsstandort statt. Das Programm fördert die Lieferantenentwicklung und trägt zur Weiterentwicklung und stetigen Verbesserung der Nachhaltigkeit bei.

Das Programm unterstützt außerdem die Unternehmen dabei, die Anforderungen der Kunden, des Gesetzgebers und der Stakeholder umzusetzen und leistet somit auch einen Beitrag zur Verwirklichung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht der Unternehmen.

Im Zuge der internationalen Ausrichtung des Assessment-Programms haben sich die insgesamt 15 Gründungsmitglieder dafür entschieden, einen eigenständigen Verein unter dem Dach des VDA zu gründen: Die Responsible Supply Chain Initiative e.V. ist das Ergebnis dieser Bemühungen. So können auch Unternehmen außerhalb des VDA Mitglied werden. Erste Unterstützung gibt es bereits von Drive Sustainability und CLEPA.

Die gemeinsam erarbeiteten Inhalte und Prozesse werden mit einem erfahrenen Programmanbieter aus dem Bereich der Sozial-Auditierung implementiert. Anfang 2022 startet die operative Phase, in der die Gründungsmitglieder risikobasiert erste Pilotaudits durchführen. Informationsmaterialen werden zeitnah auf der Website des VDA zur Verfügung gestellt.

Gründungsmitglieder:

  • AUDI AG
  • Bayerische Motoren Werke AG (BMW Group)
  • Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG
  • CLEPA AISBL
  • Business Network for Corporate Responsibility AISBL
  • Daimler AG
  • Dr. Ing. h.c. Porsche AG
  • Ford-Werke GmbH
  • KIRCHHOFF Automotive GmbH
  • Magna International (Germany) GmbH
  • MAN Truck & Bus SE
  • Robert Bosch GmbH
  • Schaeffler AG
  • Verband der Automobilindustrie (VDA) e.V.
  • Volkswagen AG
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