Visaprogramm, Kabotage Lockerung und jetzt wird das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz abgeschafft

Visaprogramm, Kabotage Lockerung und jetzt wird das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz abgeschafft

Großbritannien kämpft mit den Folgen des Fahrermangels. Das Visaprogramm war eines der ersten Maßnahmen der britischen Regierung, danach kam die Idee, um die Lenk- und Ruhezeiten zu lockern und jetzt fordert UK die Abschaffung der Berufskraftfahrerqualifikation BkrFQ. Wie stehen andere EU-Staaten dieser Idee gegenüber?

Dänemark

Die dänische Transportorganisation (ITD) hat die dänische Regierung aufgefordert, Weiterbildungsanforderungen für erfahrene Fahrer zu streichen. Sie sei der Ansicht, dass der Kurs für viele Fahrer ein Hindernis darstellt. Da der Inhalt des Kurses nicht aufgefrischt wird, außerdem ist er nach Ansicht der ITD oft eine reine Zeitverschwendung. Darüber hinaus ist die Organisation der Ansicht, dass sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene Maßnahmen zur Behebung des Fahrermangels erforderlich sind.

Ungarn

Auch der ungarische Verband der Straßentransporteure (Magyar Közúti Fuvarozók Egyesülete – MKFE) teilt die Ansichten der dänischen Transportorganisation und befürwortet bereits seit Jahren die Abschaffung der Weiterbildung erfahrener Berufskraftfahrer.

Deutschland

Deutschland hingegen ist gespaltener Meinung. Der Bundesverband Güterverkehr Logistik und Entsorgung BGL als auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI sprach sich gegenüber Trans.INFO zum Thema der Aufhebung der BkrFQ aus.

BGL halte die Weiterbildungsmaßnahmen für erfahrene Fahrer ab 10 Jahren Berufserfahrung für überflüssig und weist auf den vor kurzem veröffentlichten Aktionsplan hin.

BMVI hingegen ist gegen die rein nationale Aussetzung bzw. Abschaffung der BkrFQ, da dies gegen europäisches Recht verstöße. Regelungen des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes und der -verordnung beruhen auf der Umsetzung der Richtlinie 2003/59/EU der Europäischen Union. Der Fahrermangel in Großbritannien ist primär eine Folge des Brexits, teilte das BMVI mit.

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