Erinnern Sie sich an den Kultfilm „Speed” mit Sandra Bullock und Keanu Reeves? Im Actionfilm konnte ein Bus nicht anhalten, hier – ein Lkw. Der Fahrer begründete, dass die Bremsen versagt hätten. Er hat die ganze örtliche Polizei in Bewegung gebracht, und jetzt… wird er vor Gericht stehen.

Der ungewöhnliche Vorfall ereignete sich im Mai letzten Jahres. Damals alarmierte ein Lkw-Fahrer auf einer Straße in Westschweden zwischen Alingsås und Vårgårda die Rettungskräfte. Er behauptete, die Bremsen hätten aufgehört zu funktionieren. Der Tank war voll, der Trucker konnte die Zündung nicht ausschalten. Also fuhr der Lkw weiter und zu allem Pech kam er in ein Gebiet, in dem es sich staute…

Ein Feld als Rettungsweg

Die örtliche Polizei erklärte, dass das, was dann passierte, den Film ‚Speed’ im Vergleich zu der durchgeführten Aktion verblassen lässt. Die Beamten entschieden, dass die Verwendung von speziellen Spike-Matten, die zum Durchstechen der Reifen (und damit zum Schleifen des Fahrzeugs) verwendet werden, zu gefährlich seien. Also suchten sie nach einer anderen Möglichkeit, den Lkw zu stoppen.

Schließlich beschlossen sie, das Fahrzeug auf ein leeres Feld zu lenken. Um dies zu ermöglichen, wurde ein Graben vorbereitet, der die Fahrbahn vom Feld trennt, so dass der Lkw sicher hineinfahren konnte. Während der gesamten Rettungsaktion (die 90 Minuten dauerte) begleitete die Polizei das rasende Fahrzeug.

Inzwischen berichten die Medien, dass … der Fahrer gerade vor Gericht gestanden hat, da alles darauf hindeutet, dass es keine Fehlfunktion des Lkw´s gab.

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Die Staatsanwaltschaft ist skeptisch

Mehr als eine Stunde Polizeieinsatz und erhebliche Verkehrsbehinderungen. Das sind die Folgen der ganzen Aktion. Wegen Verursachung eines Fehlalarms, muss sich nun der Fahrer vor Gericht rechtfertigen.

Der Trucker plädiert auf „nicht schuldig”. Er begründet, dass die Bremsen einfach wieder anfingen zu arbeiten, nachdem er mit voller Wucht in das Feld gefahren war.

Und obwohl bisher kein Motiv für den möglichen Fehlalarm der Beamten gefunden wurde, argumentiert die Staatsanwaltschaft, dass sie Zeugen erreicht hat, die behaupten, dass dies nicht die erste derartige Aktion des Fahrers sei. Bisher hat er jedoch in kleinerem Rahmen gehandelt und lediglich Defekte an den Lkw an das Transportunternehmen gemeldet. Es konnte jedoch keiner der von ihm gemeldeten Fehler gefunden werden.

Zusammenarbeit: Gregor Gowans

Foto: Svensk polis

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