Digitale Plattformen sind ein unverzichtbares Instrument für die strategische Auswahl der passenden Transportpartner. Wer einen Geschäftspartner eng und langfristig an das eigene Unternehmen bindet, verfolgt mit dieser Strategie mehrere Ziele: Einerseits geht es um die nachhaltige Stabilisierung der Warenströme und andererseits um eine vereinfachte Abwicklung, Rechtskonformität und Transparenz entlang der Lieferkette. In Verbindung mit einer digitalen Anbindung an den Transporteur können EU-Lizenzen, Auftragsdaten, Qualifikationsnachweise, Frachtbriefe, Sendungsstatus, Positionsdaten, Ablieferbelege und Rechnungen schnell und fehlerfrei ausgetauscht werden.

Logistik 4.0 für selbstfahrende Unternehmer

Kleine und mittelständische Frachtführer hatten hier in der Vergangenheit das Nachsehen, weil ihre IT-Kompetenz nicht so ausgeprägt ist wie bei den Betreibern von Großflotten mit mehr als 1.000 ziehenden Einheiten. Das Gefälle ist nach wie vor groß, aber durch neue Technologien und strategische Sourcing-Plattformen haben heute sogar die selbstfahrenden Unternehmer einen leichten Zugang zur Digitalisierung und werden völlig ohne Investitionen ein Teil von „Logistik 4.0“.

Dreh- und Angelpunkt dieser Entwicklung sind die früheren Frachtenbörsen, die sich längst zu digitalen Kollaborations-Plattformen für das strategische Carrier Sourcing entwickelt haben. Ihre ursprüngliche Hauptfunktion, auf dem Spotmarkt schnell noch eine Rückfracht zu akquirieren, ist in den Hintergrund getreten.

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Minimierte Risiken

Als Partner für das Carrier Sourcing helfen Logistik-Plattformen wie Trans.eu, die richtigen Transportunternehmen zu finden. Die gebotene Transparenz hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit minimiert die Risiken zu Beginn einer neuen Zusammenarbeit. Wer dauerhaft gute Bewertungen erhält und ein gutes Rating vorweisen kann, empfiehlt sich für einen problemlosen Testauftrag.

Dadurch gewinnen Verlader und Logistikdienstleister einen großen strategischen Vorteil: Sie müssen nicht aus Angst vor Qualitätsverlusten bei ihren bisherigen Transporteuren bleiben, sondern können sich in regelmäßigen Abständen aus einer sicheren Position heraus auf dem Frachtmarkt umsehen. Das soll natürlich nicht heißen, dass Loyalität gegenüber bewährten und langjährigen Partnern aufgegeben werden muss. Online-Plattformen können jedoch dazu beitragen, dass keine verkrusteten Strukturen mit gewohnheitsmäßiger Trägheit entstehen, die sich längst vom Optimum entfernt haben. Es schadet nicht, den Markt hin und wieder auf wettbewerbsfähige Angebote von anderen vertrauenswürdigen Transporteuren zu prüfen.

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Strenge Prüfung

Zu den wichtigsten Funktionen moderner Kollaborations-Plattformen zählen dabei die Bewertungssysteme, die je nach Anbieter nach strengen Kriterien vorgehen. Bei Trans.eu werden Transporteure oder Spediteure abgelehnt, wenn diese nicht die Mindestanforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit erfüllen.

Spediteure können zum Beispiel eine Elite-Zertifizierung beantragen, in deren Rahmen die Vollständigkeit der Dokumente im Firmenprofil erscheinen: die Gewerbe-Anmeldung, bzw. Handelsregisterauszug sowie Steuer-ID Nummer. Bei Frachtführern und Speditionen mit eigenen Fuhrpark wird zusätzlich noch die aktuelle Transportversicherungsbestätigung und die EU-Lizenz verlangt zudem wird eine Speditions-Haftpflichtversicherung in manchen Fällen auch gefordert.

Ein weiterer großer Vorteil von Plattformen ist die Zeitersparnis. Anstatt die eigenen Mitarbeiter damit zu beschäftigen, die Liste möglicher Transportpartner auf dem neuesten Stand zu halten, kann man sich beim Beschaffen und Verwalten des Laderaums weitgehend auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Das gilt nicht nur für die Suche nach langfristigen Partnerschaften, sondern auch für die kurzfristige Suche auf dem Spotmarkt. Denn die Plattformen sind nach wie vor eine gute Hilfe bei der Suche nach einem Frachtführer oder Spediteur, wenn die regulären Subunternehmer den Transport einmal nicht durchführen können. Wer zum Beispiel auf Trans.eu eine Ladung veröffentlicht und eine Auktion organisiert, greift auf rund 25.000 verfügbare Frachtführer und weitere 9.000 Spediteure zurück.

Wertvoller Fundus

Diese Datenbank mit Bewertungen über Frachtführer ist ein wertvoller Fundus und für viele Nutzer der Trans.eu-Plattform zugleich die beste Informationsquelle über Frachtführer. Hier findet man sämtliche Daten zu Ruf und Glaubwürdigkeit, angebotene Fahrzeuge, Versicherungen, EU-Lizenzen, erhaltene Auszeichnungen und Spezialisierungen. Speziell zum Prüfen der finanziellen Zuverlässigkeit hat Trans.eu den Bereich Trans.Risk geschaffen, die man als eine Art „Schufa für den Transportmarkt“ bezeichnen könnte. Dieser Service wird häufig genutzt, um die Solidität von Spediteuren zu beurteilen.

Wer sich für einen Transporteur entschieden und einen Auftrag vergeben hat, kann auf Trans.eu seine eigenen Auftragsbedingungen hinzufügen und den gesamten Transportvergabeprozess von dort aus abwicklen. Ein ausgeklügeltes Chatsystem mit integrierter Übersetzungsfunktion sorgt auch bei internationalen Kooperationen für eine problemlose Kommunikation. Jede schriftliche Unterhaltung wird archiviert und nachweislich dokumentiert. Gleiches gilt für den Versand von Dateien und das Abgeben und Akzeptieren von Angeboten. Fazit: Selbst auf dem Spotmarkt lassen sich heute dank moderner Plattformen sichere und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen aufbauen, ohne auf Rechtskonformität, Transparenz und eine vereinfachte Abwicklung verzichten zu müssen.

Foto: Trans.eu

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