Die gestrigen Ergebnisse des Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts lassen keinen Zweifel – das Schlimmste liegt hinter uns, und die Unternehmer blicken mit wachsender Hoffnung in die Zukunft. Die Indikatoren der verkehrsanalytischen Plattform metrix.trans.info bestätigen diesen Trend.

Wir analysierten die Situation auf den deutschen Straβen. Die Auswirkungen der aktuellen Epidemieereignisse auf die Transportnachfrage sind besonders deutlich spürbar. Bis Mitte März nahm sie stark zu und erreichte den höchsten Stand seit Anfang des Jahres. Der Markt und die Verbraucher spürten die bevorstehenden Schwierigkeiten und legten Vorräte an. Seit Mitte März, als die größten Beschränkungen und Grenzschließungen eingeführt wurden, ist die Nachfrage deutlich zurückgegangen. Sie beginnt sich ab Anfang Mai zu erholen (viele während der Epidemie geschlossene Fabriken nahmen Ende April wieder die Arbeit auf) und heute kann ein stetiger Aufwärtstrend betrachtet werden, der sich dem Niveau vor dem Epidemieausbruch nähert. Dies wird durch den Nachfrageindex metrix.trans.info veranschaulicht.

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Beinahe niedrigstes Angebot seit Anfang des Jahres

Genau umgekehrt verhält es sich mit dem Transportangebotsindex. Während der gesamten Epidemie war er auf einem hohen Niveau, viele Träger waren gezwungen, ihre Aktivitäten zu reduzieren. In der Branche herrschte eine gewisse Nervosität und Angst um die Zukunft, was beispielsweise zu Forderungen nach einer Reduzierung der Kabotage führte. In Wirklichkeit waren jedoch nach den Berichten des BAG ausländische Unternehmen von der Krise wesentlich stärker betroffen als inländische Frachtführer, und die Probleme bei den Bestellungen waren auf natürliche Marktmechanismen zurückzuführen. Gegenwärtig nähert sich das Angebot dem niedrigsten Stand seit Anfang des Jahres.

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Die Transportraten steigen langsam an

Dies spiegelt sich in den Raten wider. Vor dem Hintergrund des hohen Angebots während der Krise hat der starke Wettbewerb zu einer deutlichen Senkung der Transporttarife geführt und einige Frachtführer waren gezwungen, ihre Dienstleistungen zum Selbstkostenpreis oder sogar billiger anzubieten. Es gibt jetzt einen klaren Aufwärtstrend. Obwohl dies noch nicht das Vorkrisenniveau ist, dürften die Raten in den kommenden Wochen wieder auf das zu Jahresbeginn verzeichnete Niveau zurückkehren.

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