Der Österreichische Zentralverband Spedition und Logistik erwartet für das kommende Jahr eine spürbare Erhöhung der Mautsätze. Der Nachlass für Lkw, die die Euro-6-Abgasnorm erfüllen, soll jedoch beibehalten werden.

Anfang nächsten Jahres werden die Österreicher die Mautsätze für Lastkraftwagen von 3,5 t mit vier oder mehr Achsen erhöhen. Die Erhöhung wird vom Österreichischen Zentralverband Spedition und Logistik auf Basis des aktuellen Entwurfs der neuen Mautordnung auf 1,4 bis 2,0 Prozent geschätzt. Die genauen Lkw-Mautsätze für 2021 werden erst nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt bekannt sein, berichtet das deutsche Verkehrsportal verkehrsrundschau.de.

Der Grundkilometertarif der österreichischen Straßenbenützungsgebühr zur Anlastung der Infrastrukturkosten soll an die Inflationsrate angepasst und um 1,5 Prozent erhöht werden. Zusätzlich soll die verkehrsbedingte Luftverschmutzungsgebühr an die im EU-Recht vorgesehenen Höchstwerte angepasst werden. Wichtig ist, dass reine Elektro- und Wasserstofffahrzeuge von dieser Gebühr nach wie vor befreit bleiben und nur die Hälfte des Basistarifs pro Kilometer zahlen müssen. Die Kosten der verkehrsbedingten Lärmbelastung ändern sich nicht. Nach Angaben des Portals soll der Nachlass in Höhe von 1,5 Prozent für Kraftfahrzeuge, die die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, beibehalten werden.

Nach Schätzungen des österreichischen Verbandes werden die Gebühren für einen Euro-6-Lastwagen mit vier oder mehr Achsen im Jahr 2021 41,69 Euro-Cent pro Tag (bisher: 40,98 Euro-Cent) und 41,82 Cent pro Nacht (bisher: 41,10 Euro-Cent) betragen.

Foto:  Bundesminiterium für Inneres

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