Lkw im Visier: Italienischer Krimineller brachte seinem Sohn “den Beruf” bei

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Jeder Überfall wurde so vorbereitet, als ob es sich um einen Krieg handelte. Uniformen, scharfe Waffe (darunter Kalaschnikows), Handy-Störsender... Der Bandenführer, der Lastwagen auf diese Weise angriff, nahm seinen 25-jährigen Sohn seit einiger Zeit mit. "Eine echte Schule des Verbrechens", heißt es in mehreren Medien.

Lkw im Visier: Italienischer Krimineller brachte seinem Sohn “den Beruf” bei
Foto: YouTube/poliziadistato

Die Mafia überfiel Fahrzeuge hauptsächlich im süditalienischen Apulien und zielte vor allem auf gepanzerte Geldtransporter oder Lastwagen mit wertvoller Fracht. Italienische Medien haben vor Kurzem über die Festnahme der Bande berichtet. Siebzehn Personen wurden verhaftet.

Vorbereitet, als ob es sich um einen Krieg handelte

Die Verbrecher gingen bei jeder Aktion äußerst brutal und akribisch vor.

Die Ermittlung ergab, dass die Bande nach einem streng definierten paramilitärischen Operationsplan handelte, der eine sorgfältige Vorbereitung jedes Angriffs erforderte. An jedem Überfall waren mehr als 10 Personen beteiligt, von denen jede eine genau definierte Rolle in jeder Phase der kriminellen Operation spielte, so das Portal trasportoeuropa.it.

Die Kriminellen verwendeten eine Vielzahl von Waffen, darunter Kalaschnikows und Störsender, die nicht nur die Telekommunikation störten und Lkw-Fahrer daran hinderten, Hilfe zu rufen, sondern auch die GPS-Kommunikation unterbrachen. Aus diesem Grund wussten weder Spediteure noch Frachtführer, wo sich das betroffene Fahrzeug aktuell befand.

Jeder Überfall wurde einige Stunden zuvor vorbereitet. Auf der Route eines potenziellen Ziels bauten die Männer Schutzbarrieren ab, stellten mit Nägeln bewaffnete Körbe und Ketten auf. Verwendet wurden sogar brennende Autos, um die Verfolgung der Polizei zu verhindern, betonen italienische Medien.

An mehreren Angriffen nahm auch der 25-jährige Sohn eines der Anführer der Bande teil. Auf diese Art und Weise wurde ihm “das Geschäft” beigebracht, damit er “das väterliche Erbe” künftig übernehmen kann.

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