Regelmäßige tägliche multimodale Transporte, die die chinesische Grenze über Kasachstan mit Hamburg verbinden, sollen ab Oktober von Unternehmen aus Russland und Deutschland angeboten werden. Das Joint Venture, das Container von China in die Europäische Union transportiert, wurde in den letzten Monaten bereits getestet. Die Ladung ging zunächst per Bahn in den Hafen von Kaliningrad und von dort auf dem Seeweg nach Hamburg. Es ist eine Alternative zur Straßenverbindung durch Polen.

Für den Schienentransport auf dieser Strecke ist die United Transport and Logistics Company – Eurasian Railway Alliance (ULTC ERA) zuständig, die ihren Ursprung in Russland hat. Dieser Betreiber bietet Zugtransporte vom Bahnhof Altynkol an der chinesischen Grenze zu Kasachstan zu den Häfen des Kaliningrader Gebiets und in die entgegengesetzte Richtung an. Belintertrans Germany (BIT-Germany), die deutsche Logistikgesellschaft der Belarussischen Eisenbahn, bietet multimodale Transporte auf dem Seeabschnitt an und sorgt für die Verbindung vom Kaliningrader Gebiet zum Hamburger Hafen.

Die gesamte Route ist innerhalb einer einzigen Kette synchronisiert, wobei jede Frachtbewegung einem festen Fahrplan der Seelinie und einem für eine bestimmte Ladung gecharterten Schiff entspricht. Die Koordinierung der Logistikprozesse entlang der gesamten multimodalen Strecke und die „One-Stop-Shop”-Technologie bieten den Nutzern den effizientesten Kanal für die Planung und Durchführung des Warentransits.

Seit August führten UTLC ERA und BIT-Germany wöchentliche Transporte auf der Strecke Altynkol – Kaliningrad – Hamburg im Rahmen eines Pilotprojekts durch. Die Transportzeit betrug zwischen 12 und 14 Tagen. Seit Oktober wollen die Betreiber jedoch die Häufigkeit der Verbindungen erhöhen, die sogar zweimal täglich verfügbar sein sollen.

Das gemeinsame Angebot eröffnet eine neue Phase in der Geschichte des Güterverkehrs zwischen China und der EU. Zum ersten Mal wird der Markt eine flexible und vorhersehbare Lösung für Lieferungen jeder Größe erhalten, sagte Alexey Grom, CEO von UTLC ERA, zitiert von railfreight.com.

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Werden UTLC ERA und BIT-Deutschland den Markt verändern?

Neue Eisenbahndienste auf der Neuen Seidenstraße hängen oft von der Nachfrage ab und funktionieren möglicherweise nicht, wenn das Volumen gering ist. Eine garantierte Verbindung unabhängig von den Volumina kann dies jedoch  verändern.

UTLC ERA und BIT-Germany behaupten, dass mehrere Spediteure bereits Interesse an ihrem Dienst bekundet haben.

Mit dem ständig wachsenden Interesse und der steigenden Nachfrage nach Transporten entlang des eurasischen Korridors sind neue Tore unumgänglich, um zusätzliche Ladungsmengen aufzunehmen und die Transitzeiten zu verkürzen. Wir sind davon überzeugt, dass dieses gemeinsame Angebot einen großen Wert für die Transportketten unserer Kunden und den Markt im Allgemeinen bringen wird, sagte Artur Ballardt, Direktor von BIT-Germany, auf railfreight.com.

Foto: UTLC

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