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Niederlande senken Lkw-Maut ab September vorübergehend

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Die Niederlande reagieren auf die zuletzt stark gestiegenen Kraftstoffpreise: Ab September gibt es einen zeitlich befristeten Nachlass auf die neue Lkw-Maut. Die Entlastung gilt für alle Fahrzeugkategorien, die unter das neue Mautsystem fallen. Dieses System soll am 1. Juli 2026 starten.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Nach Angaben der niederländischen Regierung werden die Mautsätze vom 1. September bis zum Jahresende 2026 um 22,3 Prozent reduziert. Im Durchschnitt zahlen Transportunternehmen damit 4,3 Eurocent weniger pro Kilometer.

Hintergrund ist der deutliche Anstieg der Kraftstoffkosten im Zuge der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Infrastruktur- und Wasserwirtschaftsminister Vincent Karremans erklärte im Parlament, die befristete Senkung solle einen Teil des Kostendrucks abfedern, mit dem viele Transporteure derzeit im Tagesgeschäft konfrontiert sind.

„Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten ist das Tanken spürbar teurer geworden. Das trifft Lkw-Betreiber besonders, die viele Kilometer fahren, damit unsere Wirtschaft weiterläuft.“

Die Regierung rechnet damit, dass die Branche durch den Rabatt bis Ende 2026 insgesamt rund 80 Millionen Euro weniger an Maut zahlen wird.

Die neue streckenabhängige Abgabe betrifft Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Wie hoch der Satz ausfällt, hängt unter anderem von der CO₂-Emissionsklasse, der Euro-Norm und dem Gewicht ab.

Einheitlicher Nachlass für alle Kategorien

Wichtig aus Sicht der Behörden: Die prozentuale Senkung gilt gleichermaßen für Diesel-Lkw wie für Fahrzeuge ohne Emissionen. So sinkt der Satz für einen Euro-6-Lkw von 20,1 Eurocent pro Kilometer (ab 1. Juli) auf 15,6 Eurocent pro Kilometer (ab September).

Bei einem emissionsfreien Fahrzeug in CO₂-Klasse 5 reduziert sich der Betrag von 3,8 auf 3,0 Eurocent pro Kilometer.

Ältere Lkw mit hohen Emissionen werden am stärksten belastet

Am teuersten wird es für Betreiber älterer Fahrzeuge mit hohen Abgasemissionen. Für Euro-0-Lkw mit mehr als 32 Tonnen liegt der Basissatz ab 1. Juli bei 48,7 Eurocent pro Kilometer. Mit dem befristeten Rabatt fällt dieser Wert auf 37,9 Eurocent pro Kilometer.

Zum Vergleich: Ein Euro-6-Lkw in derselben Gewichtsklasse zahlt ab Juli 20,1 Eurocent und ab September 15,6 Eurocent pro Kilometer.

Mautsätze vom 1. Juli bis 1. September 2026

CO₂-Emissionsklasse 1 (Eurocent pro Kilometer)

Fahrzeuggewicht Euro 0 Euro 1 Euro 2 Euro 3 Euro 4 Euro 5 Euro 6
3,5–12 t 27,2 22,1 21,1 18,4 16,2 13,1 11,3
12–18 t 39,2 31,5 30,0 26,6 22,9 18,6 16,0
18–32 t 43,2 36,4 34,7 30,8 26,4 21,2 18,2
Über 32 t 48,7 40,9 39,2 34,9 29,8 23,6 20,1

CO₂-Emissionsklassen 2-5 (Eurocent pro Kilometer)

Fahrzeuggewicht CO₂ 2 CO₂ 3 CO₂ 4 CO₂ 5
3,5–12 t 10,3 9,2 6,3 2,5
12–18 t 14,5 12,9 8,8 3,5
18–32 t 16,5 14,8 10,0 3,7
Über 32 t 18,3 16,5 11,1 3,8

Sätze nach der Senkung – ab 1. September 2026

CO₂-Emissionsklasse 1 (Eurocent pro Kilometer)

Fahrzeuggewicht Euro 0 Euro 1 Euro 2 Euro 3 Euro 4 Euro 5 Euro 6
3,5–12 t 21,1 17,2 16,4 14,3 12,6 10,2 8,8
12–18 t 30,4 24,4 23,2 20,6 17,8 14,5 12,5
18–32 t 33,7 28,3 26,9 23,9 20,5 16,5 14,1
Über 32 t 37,9 31,8 30,5 27,1 23,1 18,3 15,6

CO₂-Emissionsklassen 2-5 (Eurocent pro Kilometer)

Fahrzeuggewicht CO₂ 2 CO₂ 3 CO₂ 4 CO₂ 5
3,5–12 t 7,9 7,1 4,9 1,9
12–18 t 11,3 10,0 6,9 2,7
18–32 t 12,8 11,4 7,8 2,8
Über 32 t 14,3 12,9 8,7 3,0

Wer sauberer fährt, profitiert am meisten

Der Aufbau der Sätze setzt klare Anreize für geringere CO2-Emissionen – am günstigsten sind Fahrzeuge ohne Emissionen. Für Lkw über 32 Tonnen in CO2-Klasse 5 beträgt die Maut ab September nur 3,0 Eurocent pro Kilometer.

Mit dem überarbeiteten Modell will das Land Transportunternehmen dazu bewegen, stärker in emissionsärmere Flotten zu investieren.

Start des Systems im Juli 2026 – Kontrollen und Bußgelder angekündigt

Los geht es am 1. Juli 2026. Die Regeln gelten sowohl für inländische als auch für ausländische Unternehmen, die Transporte in den Niederlanden durchführen. Die Behörden haben zudem erläutert, wie die Einhaltung überwacht wird und welche Sanktionen drohen. Wer ohne aktive OBU unterwegs ist oder keinen Vertrag mit dem Mautsystembetreiber hat, muss mit Bußgeldern von bis zu 800 Euro rechnen.

Die Kontrollen sollen breit angelegt sein – unter anderem mit Kameras, mobilen Geräten und Straßenkontrollen.

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