Auch in der Schweiz könnte das Übernachten in der LKW-Kabine während der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit künftig nicht mehr möglich sein.

Die Schweiz will gegen Sozialdumping vorgehen und die Arbeitsbedingungen von LKW-Fahrern verbessern. Der Tessiner SP-Nationalrat Bruno Storni hat jüngst beantragt,  dass LKW-Fahrer ihre regelmäßige wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbringen dürfen. Der Nationalrat sowie der Bundesrat haben den Antrag bereits angenommen. Die Entscheidung liegt nun beim Ständerat.

Für Storni sind die Arbeitsbedingungen in der Transportbranche teilweise inakzeptabel. Laut ihm seien Fahrerinnen und Fahrer, vor allem diejenigen aus Osteuropa,  gezwungen, ganze Wochen in ihren Fahrzeugen zu verbringen – Wochenenden inklusive. Deshalb hat er nun seinen Antrag auf das Verbot geltend gemacht – auch mit der Begründung, dass in der EU im Sommer Vorschriften des Mobilitätspakets in Kraft getreten sind.

Seit dem 20. August 2020 dürfen Fahrer innerhalb der EU regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten, die mehr als 45 Stunden dauern, nicht mehr der Kabine verbringen. Deshalb muss der Frachtführer dem Fahrer eine angemessene Unterkunft mit sanitären Einrichtungen zur Verfügung stellensowie die Kosten dafür zu übernehmen.

Foto:Trans.INFO

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