Unbeschränkte Kabotage stößt auf heftige Kritik

Im Vereinigte Königreich gilt ab ende Oktober unbeschränkte Kabotage für ausländische Transportunternehmen. Die Lockerung der Kabotagevorschriften ist vorübergehend und soll die Lieferketten stärken.

Unbeschränkte Kabotage stößt auf heftige Kritik
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Die britische Regierung lockert die Regelung für sechs Monate. Bis zum 30. April 2022 dürfen ausländische Transportunternehmen 14 Tage lang unbegrenzt viele Aufträge innerhalb des Vereinigten Königreichs übernehmen. Die Lockerung wurde zeitliche begrenzt, um den Wettbewerbsnachteil für britische Transportunternehmen gering zu halten.

Die Lockerung gilt unter folgenden Bedingungen:

  • Innerhalb Großbritanniens (nicht in Nordirland).
  • Für einen Zeitraum von 14 Tagen, wobei der erste Tag ab dem Zeitpunkt der Verladung im Vereinigten Königreich gilt.
  • Die Zahl der Kabotagefahrten ist in diesem Zeitraum unbeschränkt.
  • Die Fahrten dürfen von Transportunternehen aus allen Ländern durchgeführt werden.

Weitere Informationen zu dieser Regelung findet man auf gov.uk.

Heftige Kritik von britischen Spediteuren

Die Änderung hat jedoch heftige Kritik von britischen Spediteuren und dem Spediteurverband Road Haulage Association RHA hervorgerufen.

Die Lockerung führe nur dazu, dass die Bemühungen, des langfristigen Problems mit dem Fahrermangel, nur untergraben und nicht gelöst werden. Die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen stehen auch in direktem Widerspruch zum Ziel der Regierung, um nach dem Brexit eine hochqualifizierte, gut bezahlte Wirtschaft zu schaffen.

Es ist beschämend, dass die Regierung die Arbeit im britischen Güterkraftverkehr an Unternehmen außerhalb des Vereinigten Königreichs verlagert, die keine Einkommenssteuer oder Sozialversicherung zahlen und nicht für die Einhaltung von Sicherheitsstandards und Vorschriften verantwortlich sind”, sagte Rod McKenzie, RHA-Manager.

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