Mobile Beschäftigte in der Logistik haben derzeit keine höchste Priorität auf Corona-Impfungen. Und das obwohl die Berufsgruppe erhöhtem Infektionsrisiko ausgesetzt ist und eine hohe Systemrelevanz hat. Das muss sich schnellstens ändern, fordert die Vertreterversammlung der BG Verkehr.

Der BG Verkehr setzt sich für eine Priorisierung der mobilen Beschäftigten in der Logistik ein. Sie fordern zumindest die mobilen Berufe innerhalb der Prioritätsgruppe 3 vorzuziehen. Dazu gehören unter anderem das Fahrpersonal von Lkw, Bussen und Taxis, Zusteller, Servicetechniker, Schiffsbesatzungen, Müllwerker sowie die Besatzung von Flugzeugen.

Keine Chance auf Home-Office

Anstatt warmer Dankesworte der Politik, sollte schnell gehandelt werden. Damit die Versorgung der deutschen Unternehmen und Verbraucher jederzeit sichergestellt wird, unabhängig von der Corona-Situation. In der BG Verkehr sind rund 1,7 Millionen Beschäftigte gesetzlich unfallversichert. Davon sind deutlich mehr als eine Million in mobilen Berufen aktiv.

Ein erheblicher Teil unserer Versicherten hat nicht die Möglichkeit, ihre Arbeit vom Homeoffice aus zu machen. Sie sind im Lkw, Bus, Taxi, Transporter, Schiff und Flugzeug unterwegs. Dabei sind Kontakte zu zahlreichen Menschen unvermeidbar. Wir fordern den Bundesgesundheitsminister auf, diesen Beschäftigten höchste Priorität bei der Impfung gegen Covid-19 einzuräumen. Durch ihre hohe Mobilität und hohe Kontaktrate haben sie ein vergleichsweise hohes Infektionsrisiko und können ihrerseits bei einer Infektion mehr Menschen anstecken als beispielsweise Beschäftigte im Büro“, sagt Klaus Peter Röskes, Vorsitzender des Vorstandes der BG Verkehr.

Auch die International Road Transport Union IRU fordert eine Priorisierung in der Logistik. Darüber hinaus fordern sie die Weltgesundheitsorganisation WHO dazu auf, dringend ein weltweit anerkanntes digitales Impfzertifikat für gewerbliche Lkw- und Busfahrer einzuführen.

Foto: Fot. Department for Transport/Twitter

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