Die Fähren-Betreiber gehen ein Bündnis am Ärmelkanal ein. Schauen Sie, was die Spediteure im Straßenverkehr davon haben werden.

Die Fähren-Betreiber gehen ein Bündnis am Ärmelkanal ein. Schauen Sie, was die Spediteure im Straßenverkehr davon haben werden.

Zwei Fähren-Hauptbetreiber, die im Ärmelkanal tätig sind, schließen sich zusammen. Die Spediteure werden jede verfügbare Fähre beider Reeder nutzen dürfen.

Gemäß dem von DFDS und P&O abgeschlossenen Vertrag, nachdem die LKW-Fahrer den Hafen in Dover oder Calais erreichen, werden sie die nächste, zur Verfügung stehende Fahrt nehmen können, unabhängig davon, von welchem der beiden Fährenbetreiber diese bedient wird.

Der Charter-Vertrag für die Ladefläche in Zusammenarbeit mit der DFDS erlaubt uns eine weitere dynamische Entwicklung der Frachtdienstleistungen auf der Hauptstrecke Dover-Calais sicherzustellen”, sagte David Stretch, der Geschäftsführer von P&O Ferries. „Der Vertrag stellt ebenfalls die Aufrechterhaltung der Position der Haupthandelsstrecke zwischen Großbritannien und der EU, von welcher tausende von Unternehmen und Millionen von Verbrauchern abhängig sind, sicher”, fügte David Stretch hinzu.

Der Geschäftsführer von P&O stellte auch fest, dass der unterschriebene Vertrag die Wartezeit auf die Fährüberfahrt verkürzen und den Warenfluss über das Kanal vereinfachen werde. Er führt aus, dass die Spediteure bis zu 30 Minuten einsparen können. Auf der Strecke Calais-Dover erfolgen die DFDS- oder P&O-Überfahrten alle 36 Minuten.

Die Vereinbarung betrifft nur die Fahrzeuge mit Ladung, die Personenkraftwagen aber können das Angebot nicht in Anspruch nehmen. Mehr noch, die Vereinbarung gilt nur für die Strecke Calais-Dover.

Dover-Calais ist die populärste Fährenstrecke, welche den Handel zwischen Großbritannien und Europäischer Union bedient. Der im Sommer dieses Jahres beginnende Vertrag umfasst alle acht Schiffe auf der Strecke Dover-Calais – je vier von jedem der beiden Reeder.

DFDS und P&O fahren zusammen ca. 2,5 Mio. LKWs über das Ärmelkanal jährlich.

Obschon sowohl P&O als auch DFDS behaupten, dass das Ziel der Vereinbarung sei, den Spediteuren bessere Dienstleistungsqualität anzubieten, so sind auch Stimmen zu hören, dass dieser Schritt eine Antwort auf die neuliche Entscheidung des irischen Fährenbetreibers Irish Ferries sei, der bekanntgegeben hat, dass er im Juni mit den Fährenreisen auf der Strecke Calais-Dover beginnen wird.

Foto: Oast House Archive / Geograph UK (link 1) (link 2)

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