In den Niederlanden werden gerade intelligente iVRI-Ampeln getestet, bei denen Daten zwischen Fahrzeugen und Ampeln ausgetauscht werden. Im Endeffekt wird der Verkehr effektiver gesteuert,da die Grünlicht-Phase an die Verkehrssituation flexibel angepasst werden kann.

iVRI kann nicht nur Informationen senden (rotes, grünes Licht), sondern auch Daten empfangen und „sehen”, welches Fahrzeug angefahren kommt. Die Ampel kann auch bestimmten Verkehrsteilnehmern Vorfahrt geben (z. B. öffentlichem Verkehr,  LKW, Radfahrern, Rettungsdiensten).

In der Region Helmond wurden bereits erste solche Ampeln auf der A67  installiert – berichtet das Portal bd.nl. Darüber hinaus sollen weitere smarte Ampeln  im Rahmen der Implementierung neuer Technologien im Herbst auf der  N279 eingeführt werden – auf der  N279-Strecke in Veghel (Südholland)  vom Gewerbegebiet in De Amert bis zur Kreuzung Rembrantlaan.

Erste Bilanz

Die bisher durchgeführten Tests des neuen Systems haben gezeigt, dass dank der intelligenter Ampelschaltung der LKW-Verkehr während der Stoßzeiten um bis zu 10 Prozent flüssiger verläuft- berichtet das Portal smartwayz.nl. Darüber hinaus ist der LKW-Verkehr auch außerhalb der Stoßzeiten effektiver. Dank iVRI werden LKW nicht mehr so oft zum Anhalten gebracht, wodurch der CO2-Ausstoß um 2 Prozent gesunken ist.

 

Grüne Welle in Australien

Vor einiger Zeit haben wir über das Projekt Freight Signal Priority Trial in Australien berichtet. Es verbindet Lastwagen mit Ampeln, um die Grünlicht-Phase zu verlängern. Das System umfasst etwa 100 Ampeln, die sich an den dichtesten Kreuzungen in Sydney befinden, und ungefähr 110 Lastwagen, die mit einem speziellen drahtlosen Sender ausgestattet sind. Wenn sich der Lastwagen der Kreuzung nähert, sendet der Sender ein Signal. Die Grünlicht-Phase  wird verlängert, damit das Fahrzeug die Kreuzung überqueren kann.

Schwere Fahrzeuge brauchen viel mehr Zeit, um bei rotem Licht anzuhalten und wieder in den Verkehr zu gelangen. Dies kann zu Verzögerungen für alle Verkehrsteilnehmer führen, betonte Melinda Pavey, die australische Verkehrsministerin von New South Wales.

Foto: Pixabay/staboslaw CC0

 

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil