Laut einer aktuellen Analyse des VCÖ sind die Hälfte der LKW-Fahrten in Österreich kürzer als 50 Kilometer und zwei Drittel kürzer als 150 Kilometer. Damit besteht ein großes Potenzial LKW-Fahrten von Diesel- auf E-LKW zu verlagern.

Sieben große LKW-Hersteller Europas haben neuerding angekündigt, in den kommenden 20 Jahren die Produktion von Diesel-LKW zu beenden.

Das ist ein wichtiger Schritt, um den Güterverkehr auf Klimakurs zu bringen,  begrüßt VCÖ-Experte Michael Schwendinger die Initiative der LKW-Hersteller.

Der VCÖ unterstützt auch die Forderung der LKW-Hersteller nach einer Einführung einer CO2-Abgabe und fordert Handlungsbedarf seitens der Politik.

Es ist höchste Zeit, dass in Österreich die Steuerbegünstigung von Diesel abgeschafft wird. Die Mineralölsteuer wurde seit zehn Jahren nicht mehr erhöht. Und das ausgerechnet in Zeiten der sich verschärfenden Klimakrise, betont  Schwendinger.

Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass das Potenzial LKW-Fahrten von Diesel- auf E-LKW zu verlagern sehr groß ist. 49 Prozent der LKW-Fahrten in Österreich sind kürzer als 50 Kilometer, 64 Prozent kürzer als 150 Kilometer und 72 Prozent kürzer als 300 Kilometer. Noch größer ist das Potenzial bei den Fahrten der österreichischen LKW. Sogar 70 Prozent der Fahrten, die von österreichischen LKW gemacht werden, sind kürzer als 50 Kilometer, 88 Prozent kürzer als 150 Kilometer.

Bereits heute sind Batterietechnologien am Markt, die Reichweiten von 200 bis 300 Kilometer möglich machen.  Notwendig ist deshalb ein schneller Ausbau der Lade-Infrastruktur bei den Frachtunternehmen sowie am Zielort und auch entlang des Autobahn- und Schnellstraßennetzes.

Aus Sicht des VCÖ sollte die Verlagerung von Diesel-LKW auf E-LKW zuerst in Städten und Ballungsräumen erfolgen, wo emissionsfreie Lieferzonen eingeführt und dann  sukzessive ausgedehnt werden könnten.

Gerade dort, wo viele Menschen wohnen, soll die Luftverschmutzung durch Dieselabgase beendet werden. Je rascher die Anzahl der Diesel-Fahrzeuge in den Städten sinkt, umso weniger gesundheitsschädliche Schadstoffe müssen die Menschen einatmen, sagt der VCÖ-Experte.

 

Foto: Bartosz Wawryszuk

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