Deutsche Bahn bündelt Kräfte und bringt ukrainisches Getreide zu deutschen Seehäfen

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Die Deutsche Bahn exportiert dank Kooperation mit der EU, dem deutschen Bundesministerium und den europäischen Bahnen Getreide aus der Ukraine unter anderem in die deutschen Nord- und Ostsee Häfen.

Deutsche Bahn bündelt Kräfte und bringt ukrainisches Getreide zu deutschen Seehäfen
Foto: Deutsche Bahn AG / Bartlomiej Banaszak - DB Cargo mit Ellok Typ Vectron mit Containerzug in Polen unterwegs

Rund 20 Millionen Tonnen Getreide warten in den ukrainischen Häfen um in die Welt exportiert zu werden, doch bislang blockiert Russland diese Möglichkeit am Schwarzen Meer. Alternativ werden die Transporte mit LKW und Schiene über die Grenzen transportiert. Als Drehscheibe ist hier der Hafen Konstanza in Rumänien, der seit Mai von DB Cargo befahren wird. Jetzt soll das Schienennetzwerk europaweit ausgeweitet werden.

Hilfsgüter rein, Getriede raus

Täglich werden dank der Schienenbrücke Hilfsgüter aus Deutschland in die Ukraine gebracht, auf dem Rückweg soll Getreide in die Häfen in Polen, in die Niederlande, und nach Deutschland an die Nord- und Ostsee Häfen und vor allem in den Hafen Brake gebracht werden, der eine zentrale Rolle spielt, berichtet Sigrid Evelyn Nikutta, Logistikchefin der DB während eines Besuches in Bukarest.

Im Gespräch mit ZDF sagte die Logistikchefin der DB, dass es unglaublich sei, wie schnell das System-Getreidetransport auf der Schiene hochgefahren wurde.

In nur wenigen Tagen gelang es dank der Unterstützung der EU Solidarity Lanes, des deutschen Bundesministeriums und der europäischen Bahnen die Transporte auf die Schiene zu bringen, betonte Nikutta.

Die Deutschen Bahn transportiert mittlerweile 1-2 Mio Tonnen Getreide über Landwege aus der Ukraine pro Monat, das zeigen die Zahlen des ukrainischen Landwirtschaftsministeriums. Das sei aber nur möglich dank Kooperation mit allen anderen europäischen Bahnen, betonte Nikutta. Da das dortige Schienensystem sich von unserem unterscheidet, in der Ukraine ist Breitspur in der EU die Normalspur, zudem fehlt es an Wagen und an Umschlagmöglichkeiten.

Die Logistikchefin der DB betonte, dass die europäischen Bahnen sehr kreativ sind und alle in einer Art von Stafettenverfahren miteinander arbeiten, d.h. die Container bzw. Güter werden von Bahn zu Bahn so weiter gegeben, um an den Zielorten anzukommen.

In den nächsten Wochen wollen die Bahnen die Getreideausfuhr in dieser Kooperation extrem hochfahren und die Kapazität der Schiene voll ausnutzen.

 

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